Über den Verein

Der Kölner Klub für Bogensport e.V., kurz KKB Köln genannt, wurde im Jahre 1956, als reiner Monoklub Bogenschießen gegründet. Vorher bestanden bereits zwei Vereine in Deutschland. Einer im Süden und einer im Norden. Beide Bogenabteilungen waren jedoch den sogenannten Knallschützen anhängig, welche bereits eine lange Tradition nachzuweisen hatten. Der KKB ist somit der 3. älteste Bogenklub in Deutschland, als reiner Bogenverein wohl der Älteste.

Sollte einigen Internetlesern andere Daten vorliegen, dann wären wir dankbar, wenn Sie uns diese zukommen lassen würden. Wenn sich Ihre Angaben bestätigen sollten, ändern wir natürlich unsere Info umgehend.

Mit genau 7 Leuten, welche für eine Vereinsgründung nötig waren, etablierte man sich in Köln Müngersdorf, wo der Verein auch heute noch seine Trainingsstätten hat. Bereits 1957 wurde in Köln das 1. FITA Sternturnier durchgeführt. Rekordergebnis auf der 90m Distanz 204 Ringe.

Bereits 1958 wurde dann das bedeutende Kölner FITA Turnier um den "Silbernen Becher von Köln" ins Leben gerufen. Dieser Becher war aus purem, gehämmerten Silber. Heute steht der Wanderpokal im Safe des Klubs, nachdem er Jahre verschollen war.
1978 stellte sich die russische Nationalmannschaft in Köln bei einem Nationenturnier vor. Bei Temperaturen um 35 Grad Wärme schützten die Damen und Herren ihre Hände trotz alle dem mit Handschuhen, was uns gerade bei diesen Landsleuten sehr verwunderte.

In Köln wurden zudem viele Landesmeisterschaften, FITA und Deutsche Meisterschaften durchgeführt. Die Stadt Köln hatte stets ein offenes Ohr für die Bogenschützen, was sich bis heute dankenswerterweise nicht geändert hat. Es gab in den Anfängen kaum Anlagen, auf denen 90m geschossen werden konnte. Köln war mit einer der Ausnahmen in Deutschland.

Aus unserem Verein kamen Deutsche Meister aus allen Klassen. Immer wieder schafften Bogenschützen den Sprung in den Nationalkader. 1998 gelang Monika Berg (Juniorin ) der Sprung in den Bundeskader. Sie war lange Zeit das Aushängeschild des Klubs und des Rheinischen Schützenbundes. Studium und Beruf lassen ihr leider keine Zeit mehr für das harte Training.
Als erste Juniorin in Deutschland überhaupt, schaffte sie den absoluten Durchmarsch innerhalb einer Saison. Landesmeisterin, Deutsche Meisterin, Gewinn der Ausscheidung zur Weltmeisterschaft-Halle, Gewinn der Vorrunde bei der WM, Weltrekord und Deutscher Rekord, als Krönung der Gewinn der Bronzemedaille bei der Hallen WM. Dreimal hintereinander verbesserte sie den Landesrekord 2x18m Halle auf 575 Ringe.
Mehrere Schützen des Klubs nahmen zudem an: Ländervergleichskämpfen, Grand Prix, Europa oder Weltmeisterschaften mit Erfolg teil oder starteten für das deutsche Nationalteam. Hierzu zählten u.a. Ingo Höller, Ingrid Purz, Johann Krost, Dirk Pauels, Maren Scheurer, Kerstin Nauheim, Andre Grawinkel, Nora Schoeder und Dirk Tuchscherer.

Köln war vom 01.01.1998 bis 1.1.2008 auch anerkannter Landesleistungsstützpunkt des Landessportbundes NRW und der einzige in Nord - Rhein - Westfalen überhaupt, der finanziell durch den LSB unterstützt wurde. Viele Bogenschützen, auch weit außerhalb von Köln kommend, konnten in dieser Zeit ihre Leistungen erheblich steigern. Die Schließung des Stützpunktes erfolgte auf Grund von Geldmangel im Verband. Aus den ehemals 7 Mitgliedern sind nun stattliche 146 geworden. In den 80ger Jahren hatte der Klub ein kleines Mitgliedertief zu überstehen. Die Mitgliederzahl fiel von sage und schreibe 78 auf 53. Alleine fünf 1200ter Schützen hörten mit einem Schlage, auf Grund von schulischen, beruflichen oder durch Umzug bedingten Gründen, mit dem Bogenschießen auf. Dies brachte den Klub in einen vorübergehenden Leistungsknick.

Heute stehen im Sommer auf der städtischen Anlage permanent 22 Bogenscheiben. 12 Stunden Hallentraining stehen im Winter zur Verfügung.

In den Jahren 1997/98 und 1998/99 schoss man in der 1. Bundesliga. Der KKB war der 1. Bundesligaklub, dem es gelang, an einem Wettkampftag alle 7 Matchs zu gewinnen. Der Abstieg in die 2. Liga war auf Grund von Abgängen einiger Leistungsschützen, insbesondere beruflich bedingt, nicht aufzuhalten. 

Noch Fragen ?

Falls Sie sich noch mehr über unsere Vereinsgeschichte erfahren möchten: